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“Ritter, hast du Gott vergessen? Sendet dich der böse Feind? Deine falschen Pilger lügen, Geh, du willst ein Weib betrügen, Das verlassen seufzt und weint!“
Bruno geht, bald kehrt er wieder, Stürmt das Schloß mit starker Macht; Doch die Taube war entflogen, Und als Retter kommt gezogen Ihr Gemahl in Pilgertracht.
„Ritter, ehrt man so die Frauen? Kennst du weder Recht noch Zucht? Komm, daß ich dich Sitte lehre!“ Er durchsticht ihn mit dem Speere, Stürzt ihn in die tiefe Schlucht.
Und von Brunos Raubgesinde Säubert er sein Felsennest, Eilt, sein Täubchen aufzusuchen, Grüßt es unter hohen Buchen und begeht ein Freudenfest.
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